GemeindedVision
Eine Vision unterscheidet sich klar von einem Plan oder einem Ziel. Ein Ziel sollte ich mehr oder weniger klar vor Augen haben und der Plan sollte meine Strategie sein, dieses Ziel zu erreichen. Aber jedes Ziel ist nur Teil einer großen Vision, auf die alles abzielt.
Woher nimmt eine biblisch fundierte Gemeinde eine Vision? Eigentlich liegt es auf der Hand - aus der Bibel. Die Bibel ist voller guter Aufträge, die wir uns als Vision setzen könnten. Nach welchen Kriterien trifft man also die Auswahl?
Wir sind zurückgegangen an die Schwelle der Gemeinde. Was hat Jesus selber seinen Jüngern mit auf den Weg gegeben, unmittelbar bevor seine Gemeinde  entstehen sollte? Welche Vision gab er denen, welche die ersten sein sollten?
Zwei Bibelstellen scheinen uns hier als entscheidend. Bei beiden handelt es sich um Worte Jesu nach seiner Auferstehung, kurz bevor er vor den Augen der Jünger gen Himmel fuhr.

Matthäus 28, 19 und 20: "Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker, indem ihr sie taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und sie halten lehret alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt."
Apostelgeschichte 1, 8: "Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde!"

Uns sind an diesen beiden Bibelstellen als Gemeinde folgende Punkte besonders wichtig: Wir sollen sich vervielfältigende Christen und Gemeinden sein. Es kommt nicht auf Mitgliederzahlen an, sondern ALLE  ALLES zu lehren, was der HERR seine Jünger gelehrt hat. Dafür bedarf es einer Strategie
 

Evangelisation
So simpel es auch klingen mag, ist es doch umso wichtiger zu erwähnen, dass unsere Hauptaufgabe als Christen die Evangelisation ist.

In Apostelgeschichte 8 Vers 4 heißt es:"Die nun, welche sich zerstreut hatten, zogen umher und verkündigten das Wort des Evangeliums."

Das war für die ersten Christen das aller Selbstverständlichste. Dorthin, wo sie geflohen waren, gab es noch gar keine Gemeinden und der erste für sie natürliche Schritt war Evangelisation.

PredigtsdsGlaubesdsTaufe
Was bewirkte Evangelisation? Aus der evangelistischen Predigt erwuchs Glaube und als Folge und sichtbares Zeichen ihres Glaubens ließen sich die Neubekehrten taufen. Außerdem schlossen sie sich einer örtlichen Gemeinde an. Innerhalb einer lokalen Gemeinde praktizierten sie aktive Nachfolge.

GeografischesAusbreitung
Jeder hat schon mal einen Stein ins Wasser geworfen, um die sich immer weiter ausbreitenden Wellenkreise zu beobachten. Genauso sollen wir nicht willkürlich den Erdkreis bereisen, sondern uns strategisch ausbreiten.

In Apostelgeschichte 1 Vers 8 sagt der Herr Jesus zu seinen Jüngern: "sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde."

Dieser strategische Hinweis Jesu an seine Jünger steht zu Anfang der Apostelgeschichte und die ganze Apostelgeschichte ist dann ein mustergültiges Beispiel zur Umsetzung dieser Strategie. Gilt es nur noch unser Jerusalem zu definieren und das ist nicht besonders schwer, da wir unsere Arbeit in Dortmund gestartet haben. Folglich wären Judäa und Samaria als Ruhrgebiet und Rheinland zu sehen und darüber hinaus eben Deutschland und Europa.